Wir im lokalen Widerstand

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Seit Anfang März 2016 gibt es wieder eine Waldbesetzung im Lausitzer Braunkohlerevier. Mit unseren Aktionen wollen wir dazu Beitragen, dass die Tagebaue gestoppt werden. Diesen Kampf können wir nicht allein aus unserer Sicht betrachten – viele andere Menschen und Gruppen sind an unserer Seite aktiv.
Für uns ist klar, dass wir Teil eines vielfältigen, breiten Widerstands sein wollen. Wir haben uns nach reiflicher Überlegung für eine Handlungsweise entschieden – die direkte Aktion in kleinen Bezugsgruppen, die auf Vertrauen basieren. Das bedeutet nicht, dass wir unsere Methoden und Ansätze als die „Richtigen“ betrachten. Es ist unserer Ansatz, aber wir schätzen und respektieren die Ansätze der anderen.

Bürgerinitiativen und lokale Bündnisse organisieren in der Region seit Jahrzehnen Protest gegen die Braunkohle. Um die Jahrtausendwende gab es um das Dorf Lacoma bereits Besetzungen und andere direkte Aktionen. Die BIs sammeln wertvolles Wissen und leisten Basisarbeit in der Region – Voraussetzung für jeden Ansatz, um die Abbaggerung zu stoppen.

Das Aktionsbündnis Ende Gelände mobilisiert für Pfingsten 2016 zu einer Massenaktion Zivilen Ungehorsams in die Lausitz. Die Aktion hat das Potenzial, überregionale Aufmerksamkeit auf den Widerstand hier zu lenken und viele hundert Menschen zum ersten Mal in die Lausitz zu bringen und in eine direkte Aktion einzubinden.

Unsere Besetzung hat das Ziel, einen dauerhaften Raum des Widerstands direkt vor Ort zu schaffen und durch direktes Handeln den Klimakiller Braunkohle zu stoppen.

Das Widerstandsspektrum in der Lausitz wird sich 2016 stark verbreitern – wir werden ein Teil davon sein. Und wir wollen mit allen Gruppen darin zusammenarbeiten, solange sie unserem Ziel einer emanzipatorischen Gesellschaft nicht konträr entgegenstehen.