„Eine Spur der Verwüstung“ in Bildern

Der oben zitierte Satz stammt von Vattenfall und bezieht sich auf  „Ende Gelände“. Die folgenden Fotos  zeigen tatsächlich unnötige Zerstörung – begangen von Vattenfall und Polizei.

Der Kommentar einer Anwohnerin hierzu: „Was sind schon ein paar umgeworfene Zäune und besetzte Bäume gegen 136 abgebaggerte Dörfer, 40.000 ha gesperrte Fläche und der Verschmutzung des Grundwassers?“

 

2 Bilder unten: Hier stand die Küchenplattform

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Unten: Raiva

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Unten: Rabia  DSCN3626

Unten: Rabia und die Nachbarbäume

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Unten: Alle großen Bäume, auch die unbesetzten, wurden gefällt

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Unten: „LAUTI BLEIBT!“

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 2 Bilder unten: die Überreste von Dub

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Die Überreste von "Dub"

Es tut weh zu sehen, wie wochenlange Arbeit innerhalb kürzester Zeit zunichte gemacht wird.

Es tut weh wieder mal  zu sehen, dass Macht Profitinteressen weit über alle Lebewesen,  die in diesem Wald wohnen gestellt wird.

Es tut weh zu wissen, dass Menschen die uns nahestehen ins Gefängnis gesteckt werden, weil sie sich Vattenfall in den Weg gestellt haben.

Aber das Herz ist ein Muskel, in der Größe einer Faust! Wir kommen wieder!

Viva LAUtonomia!

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13 Gedanken zu „„Eine Spur der Verwüstung“ in Bildern“

  1. Zerstören kann der Freistaat mit seinen Beschlüssen und dieser Braunkohlenbetreiber wirklich am besten. Dies hat mit Sicherheit nichts mehr zu tun. Dies ist blanke Zerstörungswut. Man soll ja immer zuerst die „positiven“ Dinge nennen. Da fällt einem nix dazu ein. Und stellt Euch vor, dies sind Arbeitsplätze.
    Dies soll Arbeit sein, zerstören.

  2. „Es tut weh zu sehen, wie wochenlange Arbeit innerhalb kürzester Zeit zunichte gemacht wird.“

    …selten so gelacht…

    Wie Ihr und eure Konsorten die Arbeit von tausenden Bergleuten, Ingenieuren, Architekten, Planern, Energietechnikern & vielen mehr in den Dreck zieht, spottet jeder Beschreibung.
    Diese Leute haben Werte geschaffen, sie stellen nach wie vor die Energieversorgung auch über die Grenzen der Region hinaus sicher…
    …und was habt Ihr geschafft???

  3. Hallo,
    Du hast wahrscheinlich nicht verstanden, was hier gemeint ist mit Zerstörung. Wald ist gemeint und die Leute die den Wald wegen des so guten Holzpreises runtermachen. Sei doch mal ehrlich, 500 ha Wald in 2 Jahren ist schon ein bisschen sehr viel und was drinnen ist, weißt Du wohl nicht. Du beschäftigst Dich meiner Meinung nach nur mit dem Tagebau, den Kraftwerken, ach und Rekultivierung…?
    Zur Branche gehört etwas mehr als dies. Warum ist denn die Spree so rot bis kaffeebraun, Hansi. Warum will man den 35000 Verbrauchern von Trinkwasser eine Wasserleitung von Sdier aus bauen? Warum sterben manche Menschen in Deinem Umfeld an gewissen Arten von Krebs?
    Verantwortung so einfach verkaufen, dies wäre zu einfach. Die Natur ist kein 3D-Labor. Hier sind unsere Lebensresourcen, die wir uns selbst nehmen, wenn wir übermäßig Braunkohle aus dem Boden holen.

  4. Schön, dass du immerhin das Wort Rekultivierung kennst…
    …das bedeutet aber auch, dass jeder gefällte Baum in absehbarer Zeit wieder gepflanzt wird.

    Warum ist denn die Spree [Teile der Spree!] so rot bis kaffeebraun? – Auf Grund des Eisens, dass auch schon vor dem Tagebau im Boden war…
    Warum will man den 35000 Verbrauchern von Trinkwasser eine Wasserleitung von Sdier aus bauen? – Weil (abgesehen von der Sulfatbelastung) der Wasserversorgungsvertrag mit Vattenfall ausläuft… witzig nur, dass Vattenfall die Leitung trotzdem finanziert…
    Warum sterben manche Menschen in Deinem Umfeld an gewissen Arten von Krebs? – Eine lokale Häufung von Krebs gibt es hier nicht… andernfalls Beweis mir das Gegenteil…

    Spaß beiseite, ich brauche Strom & du hast ihn wahrscheinlich auch ganz gerne… also nenn mir doch einfach mal eine Alternative zur Braunkohle, die fähig ist die Energieversorgung sicher, dauerhaft, unabhängig vom Ausland & und mit (weitestgehend) absehbaren Altlasten zu gewährleisten.

    1. hallo hansi, die erneuerbaren energien stemmen ja jetzt schon einen großen teil der energieversorgung in deutschland. die kritik von lautonomia und ähnlichen aktionen richtet sich ja gegen die unfähigkeit schon jetzt auf 100% erneuerbaren zu laufen. so wurde die solarsubventionierung gekappt weil sie zu erfolgreich war. zu viele haushalte haben mitgemacht, das wurde zu teuer. statt dessen wird weiterhin braunkohle zu großen teilen verbrannt. und das CO2 was dabei freigesetzt wird ist einfach zu viel wenn die erde nicht zu heiß werden soll. der menscheit läuft die zeit davon um weiterhin kohle abzubaggern. die betroffenen dörfer und ökosysteme gar nicht erwähnt.
      des weiteren muss meiner meinung nach deutschland nicht zu 100% selbstversorger sein, norwegen exportiert seit jahren erfolgreich kohle-freien strom. den nehm ich gerne ab.
      und die spree mag schon immer rötlich gewesen sein, aber die verockerung ist trotzdem stärker als vor 50 jahren.
      und last but not least, um auch gutes wort an die bergleute& ingeneurInnen und architektInnen zu richten:
      es mag beeindruckend sein was diese menschen entwurfen und gebaut haben, aber es ist leider nicht zeitgemäß.
      auf dem weg zu einem weiterhin wohnbaren planeten müssen leider opfer gebracht werden. mir tun die vattenfall mitarbeiter leid die ihre arbeit verlieren werden. mir tun die menschen welche an küsten wohnen und bald überflutet werden allerdings mehr leid.
      the need of the many outway the needs of the few.
      in sofern ist lautonomias protest definitiv notwendig und legitim. vllt nicht legal, aber kann mensch darauf noch rücksicht nehmen?

      1. Meinst du, wenn wir mal wenig Wind und wenig Sonne haben, gibt es einfach so genug Strom im Ausland zu kaufen?
        Selbst wenn das der Fall wäre, (also wenn extra für Deutschland im Ausland Strom produziert werden würde), möchte ich nicht wissen, wie dieser Strom dann erzeugt wird & es braucht nicht viel Fantasie um zu erkennen, dass sich die Ausländischen Stromproduzenten das sehr sehr teuer bezahlen lassen würden.

  5. lieber Hansi
    hast du dir mal die „Rekultivierung“ angeschaut?!
    dort steht nun eine Rennstrecke, und der Weg dorthin sieht eher aus wie ein zweiter Findlingspark
    das hat mit Natur überhaupt nichts zu tun… und so wie jetzt sah es vorher sicher nicht aus 🙁

    1. Ich wohne inmitten von (weitestgehend vollständig) rekultivierten Tagebaurestlöchern. Wenn die Landschaft da nix mit Natur zu tun hat, weiß ich nicht was du dir darunter vorstellst?

  6. Wie schön, dass wir von einer sicheren Energieversorgung reden. Wie wäre es von einer sicheren und deutlich sauberen Energieversorgung zu reden?
    Das Kraftwerk Irsching Block 4 (Inbetriebnahme 2011) und Block 5 (Inbetriebnahme 2011) werden seit 2013 als Reservekraftwerk im Auftrag des Netzbetreibers geführt. In diesem Jahr wurden Anträge zur Stilllegung gestellt, da sich die beiden modernsten Gaskraftwerke, Wirkungsgrad 60,4 % bzw. 59,7 %, nicht wirtschaftlich betreiben lassen.
    Seit 2016 wurde der Titel des modernsten Gaskraftwerks an Lausward Block F abgegeben, mit einem Wirkungsgrad von 61,7 %. Ob sich dieses jetzt wirtschaftlich Betreiben lässt, wird die Zukunft zeigen.

    Zwei Fakten zu den Braunkohlekraftwerken:

    Der Anteil der DEUTSCHEN Braunkohlekraftwerke am EUROPAWEITEN CO2-Ausstoß des Stromsektors liegt damit bei 13 %. 2010 waren es noch 11 %.
    Zudem sind die Emissionen aus Kraftwerken insgesamt rückläufig. Sie fielen europaweit seit 2010 um 13 % – während sie in Deutschland weiter stiegen.

    Von den 5 europäischen Kraftwerken mit dem höchsten CO2-Ausstoß stehen 4 in Deutschland.
    Das geht aus einer Analyse offizieller EU-Daten hervor.

    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/co-emission-europas-klimaschaedlichste-kraftwerke-stehen-in-deutschland-1.2420130

    Auch wird die einmal zerstörte Umwelt nie wieder so werden, wie sie vorher war. Egal wie viel Geld dafür vorgesehen ist. Deutschland wollte bei der Umstellung auf erneuerbare Energieträger ein Vorbild sein, es ist wohl eher auf dem Weg ein negatives Beispiel zu werden, wie man es nicht machen sollte.

    1. Das moderne Gaskraftwerke stillgelegt werden empfinde ich auch als große Schande.
      Da hat die Politik versagt, was sich aber auch schon durch die gesamte „Energiewende“ zieht…

      Letztendlich Produzieren Gaskraftwerke aber auch CO2, wenn auch um etwa 70% weniger als vergleichbare Branukohlekraftwerke. Gas ist zudem ein „nicht nachwachsender Rohstoff“, es wundert mich also ein wenig, dass auf so einem Umweltblog Gaskraftwerke gepriesen werden?
      Oder wird da mit zweierlei Maß gemessen, weil das Gas nicht im eigenen Land gefördert wird?

      BTW: Moderne! Braunkohlekraftwerke (wie zB das gestürmte Schwarze Pumpe) können fast genausogut Regelleistung anbieten (also erneuerbaren Strom ausgleichen) wie das ein Gaskraftwerk kann…
      Jetzt frage ich dich: Ist es wirtschaftlich und energetisch sinnvoll ein Kraftwerk mit einer projektierten Lebensdauer von noch ca 35 Jahren stillzulegen und dafür Ersatz(gas)kraftwerke aufzubauen, die nicht „viel“ mehr können, aber um den Faktor 3 bis 4 mal teureren Strom produzieren?

      1. Ihr werdet nie auf ein Ergebnis kommen, da ihr mit zweierlei Maß messt.
        Es geht nicht darum, ob wir Strom zuhause haben. Klar ist das wichtig, aber nicht der maßgebliche Stromverbrauch. Günstige Energieerzeugung ist für die Wirtschaft und in der Industrie wichtig und hat auf uns minimalsten Einfluss (also ich meine damit den alltägl. von uns verbrauchten Strom).
        An dieser Stelle könnte enorm Energie eingespart werden und damit wäre genug Energie für alle Haushalte auch über erneuerbaren gegeben.
        Und selbst wenn wir ein wenig auf Strom verzichten müssten, sowohl im Haushalt, als auch in der Industrie. Klar könnten einige Dinge nicht mehr produziert werden, aber in einer Überproduktionskrise wie sie zur Zeit vorherrscht wäre das auch nicht schlimm. Die meisten Menschen die sich hier quer stellen kämpfen genau gegen diese Wirtschaftsform, da sie für so viel Leid auf der Welt sorgt und sich die Menschen gefragt haben, was uns dazu priviligieren sollte davon zu profitieren während andere Menschen unter den abscheulichsten Umständen leben.
        Deswegen sollte die Diskussion gerne weitergeführt werden, allerdings werden unterschiedliche Maßstäbe angesetzt, was sie natürlich enorm erschwert, wie soll denn von zwei so verschiedenen Ansätzen etwas vernünftiges bei rauskommen? Klar entspricht meine Darstellung wesentlich mehr meiner Wahrheit und ich klar kommen mir sofort Gegenargumente im Kopf, wenn ich sowas lese, wie von dir (hansi) und denke vielleicht auch, dass ich recht habe. Allerdings gibt es keine eindeutige Wahrheit und anstatt immernur auf einem Standpunkt zu beharren möchte ich anstoßen zu überdenken.

        Eine alternative für die Zukunft und nicht nur gerade netten Strom im Wohnzimmer und nicht weiter drüber nachdenken, weil Braunkohle macht das schon. Was ist das Ziel im leben? Geboren werden, lernen in die Gesellschaft zu passen, Arbeiten, damit der Mensch selbst überleben kann, für eine Wirtschaft die einem keine Bereicherung im Leben bringt, um dann keine Rente zu bekommen und zu sterben? Oder kann das auch anders aussehen?

      2. Oh ja, das ist es.
        Denn zum Einen stoßen die Gaskraftwerke, selbst wenn sie mit fossilem Gas betrieben werden, wie du ja selbst schon geschrieben hast, nur einen Bruchteil an CO2 für die gleiche Energiemenge aus verglichen mit einem rein Kohlenstoff-basierten Energieträger, denn Erdgas enthält nun mal auch eine Menge Wasserstoff (Methan=CH4).
        Zum Anderen ist Methan (Hauptbestandteil von Erdgas) sehr wohl erneuerbar: Wasser (H2O) + Kohlendioxid (CO2) + Energie (z.B. Windstrom oder Sonnenstrom) = Methan (CH4) + Sauerstoff (O2).
        Ein prima Energiespeicher.
        Rund um die Uhr Energie von Wind und Sonne.

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