Förderbrücke im Tagebau Nochten besetzt!

————-Ticker: aktuellstes zuerst —————

05.04.:

12:19 Uhr
alle 3 Aktivist*innen sind nun wieder frei!

11:48 Uhr
die Erste Aktivist*in ist wieder frei!

04.04.:

Rund 23:00 Uhr
die Aktivist*innen befinden sich immernoch in Gewahrsam und werden auf die Polizeitstelle nach Görlitz gebracht

20:00 Uhr
Screenshot Pressespiegel 4.4.

Die Presse-Bilanz des Tages:
8 Online-Artikle
mindestens 2 lokale Radiosender (mdr jump und radio psr) berichten in ihren Nachrichten
ein liver Radio- Interview

wenn ihr Beiträge gefunden habt, schickt sie bitte an lautonomia@riseup.net damit wir sie in den Pressespiegel aufnehmen können

18:25 Uhr
Wir bekommen gerade die Information dass die letzte Person um 16:00 von der Förderbrücke geräumt worden ist. Alle 3 Aktivist*innen befinden sich nun auf der Wache in Weißwasser. Der Vorwurf gegen sie lautet Hausfriedensbruch und Nötigung.

16:16 Uhr
die Aktivist*innen blockieren jetzt schon seit über 10! Studen die Förderbrücke! Wuhuuu! Haltet durch! Ihr seid genial!!!

15:19 Uhr
Es war bereits Presse vor Ort um zu berichten und Bilder aufzunehmen, wurde aber von Securities nicht durchgelassen.  Die Besetzer*innen sind weiterhin festgekettet.

12:05 Uhr
Nun ist es bestätigt: das Handy wurden den Aktivist*innen abgenommen…
Der Plan ist wohl die Lock-Ons aufzuflexen und die Aktivist*innen festzunehmen.

11:59 Uhr
Weiterhin kein direkter Kontakt zu den Aktivist*innnen. Auch die Polizei mach gegenüber Privatpersonen keine Aussage. Radio PSR berichtet soeben, dass sich die Polizei mit Vattenfall berät.

09:38 Uhr
nach 2 erfolglosen versuchen die Aktivist*innen telefonisch zu erreichen gehen wir nun davon aus, dass unsere „lieben freund*innen und helfer*innen“ doch nicht so nett sind und unsere Kommunikation abgeschnitten haben. Beim letzten erfolgreichen Anruf teilte eine Aktivist*in mit, dass das bald passieren könnte. Vielleicht gibts ja bei der Polizei direkt mehr Infos. Die nächste Wache befindet sich in Weißwasser. 😉

08:19 Uhr
Polizei weiterhin vor Ort. Das Banner ist leider bereits abgenommen worden.

07:01 Uhr
3 Uniformierte Polizisten und 3 Menschen in Warnweste sind angekommen.

05:53 Uhr
Die Arbeiter*innen sind wieder gegangen, nicht ohne zu drohen, bald wieder die Maschinen anzuschalten.

05:46 Uhr
die drei Aktivist*innen sind an der Förderbrücke festgekettet. Sie haben ein Banner mit der Aufschrift „Wann begreift ihr endlich, dass man Geld nicht essen kann“ an der Brücke befestigt. Nun haben sie auch Besuch von Vattenfall Mitarbeiter*innen bekommen.

04:23 Uhr
die Aktivist*innen befinden sich auf der Förderbrücke F60. Die Maschine ist noch aus geschaltet, Arbeiter*innen sind bereits vor Ort, die Aktivist*innen wurden aber noch nicht entdeckt.

 

Aktionserklärung:

Heute, am 04.04.16, haben wir im Tagebau Nochten die Förderbrücke F60 besetzt. Wir bezwecken damit eine Störung der Maschienen. Diese Aktion richtet sich nicht gegen die Angestellten von Vattenfall . Wir wollen zu keiner Zeit Mitarbeiter_innen gefährden.

Durch unser Vorgehen wollen wir der täglichen Zerstörung durch den Braunkohleabbau eine Weile Einhalt gebieten.

Uns ist bewusst dass wir mit der Besetzung der Geräte die Grenze der Legalität überschritten haben. Dennoch sehen wir unser Handeln als legitim an, da das Unrecht in der legalisierten Zwangsumsiedlung, globalen und lokalen Zerstörung und Verschmutzung zu finden ist.

Erst kürzlich endete das Bieteverfahren für Vattenfalls Braunkohlesparte in der Lausitz. Aber letztendlich macht es keinen Unterschied, wer von der Braunkohleverstromung profitiert. Denn die katastrophalen Auswirkungen bleiben gleich. Auch der Nachfolge-Investor wird weder die Vernichtung von Lebensraum vor Ort stoppen, noch Verantwortung für sein Zutun zur globalen Erwärmung übernehmen. Denn das würde einen sofortigen Ausstieg aus der Braunkohle bedeuten. Energiegewinnung ist eine veraltete Technik die sich nur noch durch massive staatliche Subventionen rentiert. Sind ein paar Jahre befristete Arbeit es Wert künftigen Generationen die Lebensgrundlage zu entziehen?

Mit dieser Aktion solidarisieren wir uns außerdem mit Huba, der für sein Einsatz gegen die Machenschaften der Braunkohlekonzerne mit Gefängnis bestraft wird.

Auch die drohenden rechtlichen Konsequenzen werden uns nicht davon abbringen zu handeln wie wir es in dieser Situation für notwendig halten. Wir möchten in all unseren Aktivitäten die Existenzgrundlage aller Lebewesen über die Profitinteressen von Konzernen stellen.

Was vor 5, 10 oder 15 Jahren bereits der Braunkohle zum Opfer fiel können wir nicht mehr retten. Aber wir können im Hier und Jetzt versuchen etwas zu bewegen.

Denn zu spät ist es erst wenn man aufgibt.

Eine Aktionsgruppe

 

20 Gedanken zu „Förderbrücke im Tagebau Nochten besetzt!“

  1. Haltet durch !!!
    Den Verbrechern von der Kohlelobby muss Einhalt geboten werden. Wie verlogen die Energiekonzerne sind konnte man sich vor ein paar Tagen auf Arte “ Die Stromlüge“
    ansehen.

  2. Niemand hat irgenwelche Kommunikationsverbindungen im Tagebau Nochten zur Förderbrücke F60 abgeschnitten! Es gibt dort lediglich Zonen mit stark eingeschränktem bzw. unmöglichem Handy-Empfag, welcher rein geologisch bedingt ist…

    1. der letzte Kontakt war um kurz nach 8, also vor 3 Stunden. Davor war es nie ein Problem. Beim letzten Kontakt wurde ausdrücklich gesagt dass wohl bald das telefonieren nicht mehr möglich sein wird aufgrund der Polizei.
      1 und 1 zusammenzählen kann jeder Mensch mit der Info selbst…

  3. Viele liebe und solidarische Grüße an die Menschen an der Förderbrücke und alle, die in der Lausitz gegen Braunkohle aktiv sind. Wir denken oft an Euch.

  4. Viel Kraft den Aktivist*innen! Super Aktion und hoffentlich eine von vielen Weitern. Lasst euch von den Seekühen nicht einschüchtern. 😉

  5. Dass es in Zonen grenzwertigem Funkempfangs zu Zeiten kommt, in denen Du keine Verbindung bekommst, ist völlig normal. Zumal die Ausbreitung elektromagnetischer Wellen auch noch von Witterung und Sonneneinstrahlung beeinflusst werden… Und dass die Polizei diverse Handynetze lokal beeinträchtigen soll, ist absoluter Unsinn! Und „zusammenzählen“ lässt sich allemal das, was man zu verstehen glaubt und was einem in den Kram passt…

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