„Ihr seid zu spät“ – eine Antwort

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ES IST/ IST ES ZU SPÄT?
Immer wieder bekomme ich den gleichen Satz zu hören: „Ihr seid zu spät! Vor 3 Jahren hättet ihr kommen müssen! Oder vor 5, 10, 15 Jahren…“ Aber jetzt sei es viel zu spät. Jetzt müssten wir uns damit abfinden.

Und ich kann ja verstehen, dass es sich sicherer anfühlt nichts machen zu können/müssen, da es ja ohnehin nichts mehr zu gewinnen gibt.

Vor allem wenn ich die alten Bilder vom Urwald Weißwasser, dem Märchensee, dem Jagdschloss sehe und Erzählungen höre, Nachrichten lese über die katastrophalen Auswirkungen der globalen Umweltzerstörung treibt es mir die Tränen in die Augen. Ratlosigkeit und Traurigkeit legen sich auf meine Gedanken. Aber dann weiß ich ganz genau:

ES IST ZU SPÄT
FÜR BRAUNKOHLE.

Auch Vattenfall hat erkannt, dass es sich nicht mehr lohnt diesen Energieträger weiterzuführen. Zu viele Altlasten, Kosten für die Rekultivierung (die nicht mehr als ein schlechter Witz ist) und zu viele unschöne Flecken auf dem grünen Mäntelchen des schwedischen Staatskonzern. Darum wird jetzt schnell verkauft. Ändern wird das an der aktuellen Situation natürlich nichts.

Schon lange darf die Frage nicht mehr lauten: Kann sich die Wirtschaft den Kohleausstieg leisten? Zwingenderweise muss gefragt werden: Kann sich der Planet diese Wirtschaft noch leisten?

Und da lautet die Antwort: NEIN

Die Zeit der scheinbar endlosen Ressourcen ist vorbei. Es ist zu spät, um sich mit ergebnislosem Gelaber über Klimaschutz und leeren Versprechen zu begnügen.

Und trotzdem wird mit „Es ist zu spät“ die eigene Passivität gerechtfertigt. Wir müssen uns loslösen aus der Apathie der Aussichtslosigkeit und endlich handeln.

Auch wenn bereits ein großer Teil des Lebensraums rund um die Tagebaue zerstört ist, sollte dies für Vattenfall und Nachfolger kein Freifahrtschein sein.

Denn zu spät zum Kämpfen ist es erst, wenn mensch aufgibt!

Ein Gedanke zu „„Ihr seid zu spät“ – eine Antwort“

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